Update zur Förderung der Unternehmensberatung für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen

Aufgrund einer sehr hohen Anzahl von Anträgen und zahlreichen "schwarzen Schafen", die sich die Ergänzungen zum Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu Nutze gemacht haben, wurden die Richtlinien überarbeitet. Antragsberechtigt sind von nun an nur Unternehmen, die sich aufgrund der Corona-Krise in akuten Schwierigkeiten befinden.

von Anne Hennig

Update zur Förderung der Unternehmensberatung für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen

Aufgrund einer sehr hohen Anzahl von Anträgen und zahlreichen "schwarzen Schafen", die sich die Ergänzungen zum Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu Nutze gemacht haben, wurden die Richtlinien überarbeitet. Antragsberechtigt sind von nun an nur Unternehmen, die sich aufgrund der Corona-Krise in akuten Schwierigkeiten befinden.

Aufgrund einer Vielzahl an Anträgen, übersteigt die aktuelle Fördersumme das Budget im Bundeshaushalt beinahe um mehr als das Sechsfache. Einer Recherche von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung zufolge, haben sich zahlreiche Firmen die Erweiterung des Förderprogramms in der Corona-Krise zu Nutze gemacht und locken mit "kostenlosen" bzw. "vom Staat bezahlten" Unternehmensberatungen - die teilweise unseriös und konzeptionslos sind und den betroffen UnternehmerInnen nicht die notwendige Unterstützung in Form einer fachlich fundierten Beratung bieten.

In dem aktualisierten Merkblatt des BAFA zur Richtlinienergänzung wird deshalb nun darauf hingewiesen, dass zum Beispiel nur die individuellen Beratungsleistungen förderfähig sind, nicht aber die Fördermittelbeantragung. Ebenso werden die Beratungen weiterhin nur dann mit 100% gefördert, wenn es sich um ein durch die Corona-Krise geschädigtes Unternehmen handelt und sich die Beratung auf eine durch die Corona-Krise hervorgerufene wirtschaftliche Schwierigkeit bezieht. Trifft dies nicht zu, werden die Anträge abgelehnt.

Förderung von Unternehmensberatung auch für Corona-Betroffene

Am 3. April ist eine modifizierte Richtline zur Förderung unternehmerischen Know-hows für von Corona betroffene KMU und Freiberufler in Kraft getreten. Ab sofort können Unternehmen oder Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, Beratungsleistungen im Sinne der Unternehmensberatung in Anspruch nehmen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000€ ohne Eigenanteil bezuschusst werden. Als registrierter Berater können wir diese Unternehmensberatung begleiten.

von Anne Hennig

Mit der Modifizierung der Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, wurde die Förderung von Unternehmensberatung auf Corona-Betroffene ausgeweitet.

Kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, können beim BAFA einen Antrag auf Beratung stellen. Diese wird bis zu einem Beratungswert von 4.000€ ohne Eigenanteil gefördert.

Antragsberechtigt sind Jungunternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind, sowie Bestandsunternehmen nach dem dritten Jahr der Gründung und Unternehmen, die sich unabhängig vom Unternehmensalter in Schwierigkeiten befinden. Das Unternehmen muss seinen sitz in Deutschland haben und ein kleines oder mittleres Unternehmen gemäß der EU-Mittelstandsdefinition sein. Gefördert werden sowohl spezielle Beratungsbedarfe als auch allgemeine wirtschaftliche, finanzielle, personelle oder organisatorische Beratungen.

Mehr Informationen sind hier unter dem Punkt "Unternehmensberatung" zu finden.

Corona Soforthilfen - Informationen für Selbstständige

Wir haben Informationen zu den Corona-Soforthilfen für Selbstständige und die entsprechenden Links zu den Antragsformularen der einzelnen Länder zusammengefasst.

von Anne Hennig

Wie Sie sicher schon mitbekommen haben, bietet der Bund Soforthilfen für Soloselbstständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte, die ab sofort und bis spätestens 31. Mai 2020 bei den Bundesländern beantragt werden können. Eine Liste mit den entsprechenden Antragsstellen haben wir für Sie zusammengefasst. Bezüglich anderer Fördermöglichkeiten (insbesondere KfW-Kredite) empfehlen wir Ihnen sich gegebenenfalls mit Ihrer Hausbank in Verbindung zu setzen.

Bitte beachten Sie folgende Voraussetzungen für die Antragstellung der Corona-Soforthilfe und prüfen Sie bitte genau, ob Sie antragsberechtigt sind. In Ihrem Interesse empfehlen wir Ihnen, die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen sorgsam zu machen, da eine spätere Überprüfung nicht ausgeschlossen ist.

 

1. Wer kann einen Antrag stellen?

  • Gewerbliche Unternehmen,
  • Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft,
  • Selbstständige, Soloselbstständige, Freiberufler, Künstler*innen,
  • die Tätigkeit muss jeweils als Haupterwerb ausgeübt werden (evtl. bundeslandspezifisch!).

 

2. Was wird gefördert?

Die Soforthilfe ist für Wirtschaftsakteure gedacht, die aufgrund der Corona-Krise unverschuldet in eine existenzgefährdende wirtschaftliche Situation bzw. in massive Liquiditätsengpässe geraten sind. Dazu zählt:

  • Auftragsverluste, die der Corona-Krise geschuldet sind, von mehr als 50% verglichen mit der Zeit vor dem 01. März 2020,
  • Umsatzeinbrüche um mindestens die Hälfte im Vergleich zum jeweiligen Monat des Jahres 2019 (das Datum der Antragstellung entscheidet über die Vergleichsmonate); in Ausnahmefällen wird als Vergleichsmonat der Monat unmittelbar vor Antragstellung zu Grunde gelegt (z.B. bei Neugründungen),
  • Einschränkung der geschäftlichen Tätigkeit durch behördliche Auflagen.

Die Soforthilfen sind dazu gedacht, Mittel für die Deckung kurzfristiger Verbindlichkeiten wie Mieten für Geschäftsräume, Leasingraten oder sonstige laufende Betriebsausgaben für die kommenden 3 Monate bereitzustellen, soweit diese nicht aus eigenen Betriebsmitteln gezahlt werden können.

 

3. Was wird nicht unterstützt?

Nicht durch die Soforthilfen abgedeckt sind Ihre eigenen Verdienst- oder Einnahmenausfälle als Unternehmer. Für die eigene Existenzsicherung stehen Hilfen durch die Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. Mit dem Sozialschutz-Paket wurde ein erleichterter Zugang zu Hartz IV – Leistungen beschlossen.

 

4. Welche Informationen/Dokumente brauche ich für den Antrag?

Die benötigten Unterlagen können von Bundesland zu Bundesland variieren. Bitte informieren Sie sich daher unter den nachfolgend angegebenen Antragsstellen der einzelnen Bundesländer.

In Hessen werden beispielsweise die folgenden Angaben und Unterlagen benötigt:

  • Personalausweis / Reisepass,
  • Umsatz des vergangenen Jahres,
  • Steuernummer,
  • Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse,
  • IBAN, BIC und Bankinstitut des Firmenkontos,
  • Informationen zur Rechtsform und Branche des Unternehmens,
  • letzter Steuerbescheid,
  • letzte Lohnsteueranmeldung bei > 5 Beschäftigten,
  • eine kurze Beschreibung, wie Ihre Zahlungsschwierigkeiten entstanden sind und wie diese mit der Corona-Epidemie in Zusammenhang stehen,
  • Angabe des fehlenden Betrages, der zur Deckung der laufenden Verpflichtungen benötigt wird (hier empfehlen wir besondere Sorgfalt),
  • Anzahl Ihrer Beschäftigten aufgeschlüsselt nach Wochenarbeitszeiten.

 

Alle hier dargestellten Informationen beziehen sich auf die Angaben des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verker und Wohnen. Die Voraussetzungen können sich je nach Bundesland unterscheiden. Diese Angaben sind daher ohne Gewähr. Halten Sie ggf. mit der für Sie zuständigen Antragsstelle Rücksprache, um verbindliche Aussagen zu bekommen.

Gerne stehen wir Ihnen für steuerliche Auskünfte zur Verfügung und stellen Ihnen Umsatzinformationen und Steuerunterlagen bereit.

 

Bundesland Zuständige Behörde(n) oder Stellen für Antragsstellung und Bewilligung
Baden-Württemberg

Antragstellung bei und Vorprüfung durch IHK und HWK, Bewilligung durch L-Bank

Bayern

Regierungen und Landeshauptstadt München

Berlin

Investitionsbank Berlin (IBB)

Brandenburg

Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

Bremen

BAB Bremer Aufbau Bank

BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH
Hamburg

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg)

Hessen

Regierungspräsidium Kassel

Mecklenburg-Vorpommern

Landesförderinstitut Mecklenburg- Vorpommern (LFI-MV)

Niedersachsen

Investitions- und Förderbank Niedersachsen - NBank

Nordrhein-Westfalen

Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster

Rheinland-Pfalz

Investitions- und Strukturbank RP (ISB)

Saarland

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes

Sachsen

Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB)

Sachsen-Anhalt

Investitionsbank Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

Thüringen

Thüringer Aufbaubank

Die Antragsannahme sowie Vorprüfungen erfolgen auch über die IHKn und HWKn.

 

Corona-Situation - Webinar Teil II

Gemeinsam mit den Rechtsanwälten Kian Amin Farhadian und Florian Manhart von der Kanzlei Weidmann Amin & Partner sowie Steuerberater Mario Kalkofen werden wir am Donnerstag, 2. April 2020 von 9.30 bis 10.30 Uhr ein weiteres Webinar zu Hilfen in der aktuellen Krisensituation geben. Anmeldung und Fragen nehmen wir ab jetzt entgegen. Das Seminar wird wieder auf 20 Teilnehmer*innen beschränkt sein.

von Anne Hennig

Sehr geehrte Mandant*innen und Interessierte,

 

Corona ist eine Herausforderung an die Gesellschaft und an jeden einzelnen von uns. Es ist abzuwägen, was man zur Zeit unterlässt (Händeschütteln, persönliche Treffen etc.) aber auch, was man mit seinem Handeln bewirken kann in Form von Unterstützung der Mitmenschen in seinem sozialen Umfeld, die sich nicht (mehr) alleine versorgen können.

In unserem wirtschaftlichen Umfeld sind wir zum Handeln aufgefordert, z.B. wenn es darum geht, wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen der Corona-Epidemie zu lindern oder im schlimmsten Fall die Existenzbedrohung abzuwenden.

Sie haben sicherlich viele Fragen und gerne helfen wir Ihnen, diese soweit als möglich zu beantworten. Zu diesem Zweck bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit der Steuerkanzleien Mario Kalkofen, Blanche Steuerberatung GmbH und der Rechtsanwaltskanzlei Weidmann, Amin & Partner


Webinare zu den Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise

Donnerstag, den 02.04.2020 von 9.30 – 10.30 Uhr


Zunächst wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die aktuelle Rechtslage geben:

1. Was mache ich bei Umsatz- und Gewinneinbrüchen?
2. Wann kann ich Kurzarbeitergeld beantragen und wie gehe ich vor?
3. Was geschieht, wenn mein Betrieb unter Quarantäne gesetzt wird?
4. Was geschieht, wenn ich krank werde und lange ausfalle?
5. Wie kann ich als Unternehmer eine Vorsorge für meine Vertretung treffen?
6. Welche Vorsorgeregelungen sind für Unternehmer wichtig, Anbetracht einer erheblichen Gesundheitsgefährdung mit der Gefahr einer Todesfolge?

Wir versuchen in unserer Webinarreihe Ihre Fragen zu den Themen Steuer-, Arbeits- und Insolvenzrecht sowie Kurzarbeitergeld, Vorsorgeberatung, Testament und Unternehmervollmachten zu beantworten, welche sich aus der aktuellen Situation ergeben.
Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Fragen aus datenschutzrechtlichen Gründen nur allgemein beantworten können.

Diese Videokonferenzen werden auf 20 Teilnehmer beschränkt sein, damit wir ausreichend Zeit haben, auf Sie einzugehen. Sie können Ihre Fragen per Chat oder auch vorab bei Anmeldung an uns richten.

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter info@blanche-steuerberatung.de für den Termin an. Sie erhalten von uns am Nachmittag vor der Veranstaltung eine Anmeldebestätigung sowie eine ID-Nummer mit dem Link für eine Zoom- Videokonferenz. Bitte wählen Sie sich 10min vor Beginn der Konferenz ein, um gegebenenfalls Zoom noch auf Ihrem Rechner zu installieren. Die Installation ist selbsterklärend.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und verbleiben

mit besten Grüßen

Annette Blanche, Steuerberaterin

Kian Amin Farhadian, Rechtsanwalt

Mario Kalkofen, Steuerberater

Corona-Soforthilfen des Landes Hessen

Aufgrund der Corona-Krise stellt das Land Hessen kurzfristige Hilfen in Aussicht. Diese Hilfen sollen die bisherigen Fördermaßnahmen ergänzen und insbesondere mittleren, kleinen und Kleinstunternehmen kurzfristig gewährt werden. Zu den Maßnahme gehört auch die Herabsetzung der Sondervorauszahlungen und eine kurzfristige Rückerstattung der bereits getätigten Sondervorauszahlungen.

Sollte dies auf Sie zutreffen, können Sie sich gerne für die weitere Vorgehensweise an Ihre Sachbearbeiterin/Ihren Sachbearbeiter oder an unser Sekretariat wenden. Bevorzugt bitte über das Portal oder per E-Mail, wir werden Ihr Anliegen kurzfristig bearbeiten.

von Anne Hennig

Aus der Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums der Finanzen vom 19. März 2020:

„Bund und Länder haben eine Reihe von wichtigen steuerlichen Soforthilfen abgestimmt. Daran anknüpfend gehen wir noch einen Schritt weiter: Hessen gibt seiner Wirtschaft vorübergehend eine Liquiditätsspritze, indem wir bereits getätigte Sondervorauszahlungen der Umsatzsteuer auf formlosen Antrag kurzfristig zurückerstatten können. Dies kann unsere Wirtschaft kurzfristig um bis zu 1,5 Milliarden Euro entlasten“, sagte Finanzminister Schäfer. „Da die Wirtschaft in weiten Teilen von der Corona-Krise betroffen ist, verzichten wir auf die sonst übliche ausführliche Prüfung und vereinfachen das Verfahren.“

[...]

„Hessen handelt zügig: Wir geben den betroffenen hessischen Unternehmen, darunter fallen auch Freiberufler und sehr kleine Unternehmen, eine vorübergehende Liquiditätsspritze von bis zu 1,5 Mrd. Euro. Das setzen wir wie folgt um: Viele Unternehmen zahlen bei der Umsatzsteuer eine sogenannte Sondervorauszahlung, damit sie die monatliche Umsatzsteuer jeweils einen Monat später zahlen dürfen. In der aktuellen Corona-Krise helfen wir den betroffenen Unternehmen und setzen auf Antrag die in 2020 gezahlte Sondervorauszahlung auf ‚Null‘ herab. Anschließend erhalten die Unternehmen die bereits gezahlte Steuervorauszahlung erstattet, sofern sie nicht mit anderen Zahllasten zu verrechnen ist. Das geht ganz unbürokratisch mit formlosem Antrag oder am besten über ELSTER“, erläuterte der Finanzminister.

Darüber hinaus werden auf Antrag der Steuerpflichtigen bis zum 31. Dezember 2020 bereits fällige oder fällig werdende Steuerzahlungen zinsfrei gestundet, soweit die Forderungen aufgrund finanzieller Probleme in Folge des Corona-Virus nicht geleistet werden können. Anträge auf Stundung sind bis zum 31. Dezember 2020 bei den zuständigen Finanzämtern zu stellen und können sich auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer beziehen. Darüber hinaus kann auf Antrag auch die Höhe der individuellen Vorauszahlung angepasst werden.

Zudem können bei den Finanzämtern auch Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen für die Gewerbesteuer gestellt werden. Die Anpassung der Vorauszahlungen bei der Gewerbesteuer und die Stundung von Gewerbesteuern erfolgt auf Antrag durch die Gemeinden vor Ort. Die Gemeinde ist an ‎den ‎Bescheid des Finanzamts gebunden und wird ‎die ‎Gewerbesteuervorauszahlung anpassen.

Bei unmittelbar Betroffenen wird außerdem dem Grundsatz nach bis zum Ende des Jahres von Seiten der Steuerverwaltung auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet. Dies betrifft beispielsweise mögliche Kontopfändungen. Gesetzlich anfallende Säumniszuschläge werden in dieser Zeit nicht erhoben.

Finanzminister Schäfer: „Wir haben unsere Finanzämter noch einmal sensibilisiert, so dass entsprechende Anträge zügig geprüft werden. Auf strenge Anforderungen bei der Prüfung der Anträge soll verzichtet werden. Indem etwa der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben oder die Vorauszahlung unkompliziert und schnell angepasst wird, möchte auch die Steuerverwaltung ihren Beitrag leisten, damit die Liquiditätssituation der Betroffenen verbessert wird. Alle betroffenen Bürger können auch selbst zu einer zügigeren Bearbeitung beitragen, indem sie das ELSTER-Onlineportal für die Anträge verwenden.“

Corona-Situation - Webinar

Wir laden alle Mandant*innen und Interessierten ein, zu unserem gemeinsamen Webinar "Auswirkungen der Corona-Krise" ein. Gemeinsam mit Steuerberater Mario Kalkofen und Rechtsanwalt Kian Amin Farhadian wollen wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Rechtslage geben und auf Fragen eingehen.

Vorerst haben wir zwei Termine vorgesehen, Mittwoch, 25.03.2020 von 9.30Uhr - 10.30 Uhr und Donnerstag, 26.03.2020 von 14.00 - 15.00 Uhr. Anmeldungen und Fragen vorab bitte an info@blanche-steuerberatung.de. Unsere Aufwandsentschädigung beträgt 49,90€ (inkl. 19% Umsatzsteuer).

von Anne Hennig

Sehr geehrte Mandant*innen und Interessierte,

 

Corona ist eine Herausforderung an die Gesellschaft und an jeden einzelnen von uns. Es ist abzuwägen, was man zur Zeit unterlässt (Händeschütteln, persönliche Treffen etc.) aber auch, was man mit seinem Handeln bewirken kann in Form von Unterstützung der Mitmenschen in seinem sozialen Umfeld, die sich nicht (mehr) alleine versorgen können.

In unserem wirtschaftlichen Umfeld sind wir zum Handeln aufgefordert, z.B. wenn es darum geht, wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen der Corona-Epidemie zu lindern oder im schlimmsten Fall die Existenzbedrohung abzuwenden.

Sie haben sicherlich viele Fragen und gerne helfen wir Ihnen, diese soweit als möglich zu beantworten. Zu diesem Zweck bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit der Steuerkanzleien Mario Kalkofen, Blanche Steuerberatung GmbH und der Rechtsanwaltskanzlei Weidmann, Amin & Partner


Webinare zu den Auswirkungen der Corona-Epidemie

Mittwoch, den 25.03.2020 von 9.30 – 10.30 Uhr
Donnerstag, den 26.03.2020 von 14.00 – 15.00 Uhr


Zunächst wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die aktuelle Rechtslage geben:

1. Was mache ich bei Umsatz- und Gewinneinbrüchen?
2. Wann kann ich Kurzarbeitergeld beantragen und wie gehe ich vor?
3. Was geschieht, wenn mein Betrieb unter Quarantäne gesetzt wird?
4. Was geschieht, wenn ich krank werde und lange ausfalle?
5. Wie kann ich als Unternehmer eine Vorsorge für meine Vertretung treffen?
6. Welche Vorsorgeregelungen sind für Unternehmer wichtig, Anbetracht einer erheblichen Gesundheitsgefährdung mit der Gefahr einer Todesfolge?

Wir versuchen in diesen Webinaren Ihre Fragen zu den Themen Steuer-, Arbeits- und Insolvenzrecht sowie Kurzarbeitergeld, Vorsorgeberatung, Testament und Unternehmervollmachten zu beantworten, welche sich aus der aktuellen Situation ergeben.
Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Fragen aus datenschutzrechtlichen Gründen nur allgemein beantworten können.

Diese Videokonferenzen werden auf 20 Teilnehmer beschränkt sein, damit wir ausreichend Zeit haben, auf Sie einzugehen. Sie können Ihre Fragen per Chat oder auch vorab bei Anmeldung an uns richten.

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter info@blanche-steuerberatung.de für einen der beiden Termine an. Unsere Aufwandsentschädigung für Ihre Teilnahme beträgt 49,90 € (inkl. 19% Umsatzsteuer) und ist bitte durch Überweisung unter Angabe des Datums der Videokonferenz auf das folgende Konto zu begleichen. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Zahlungseingangs vergeben.

Blanche Steuerberatungs GmbH
Kreissparkasse Limburg
BIC: HELADEF1LIM
IBAN: DE50 5115 0018 0000 0411 78

Sie erhalten von uns nach Zahlungseingang per Email eine Anmeldebestätigung sowie eine ID-Nummer mit dem Link für die von Ihnen ausgewählte Zoom- Videokonferenz. Bitte wählen Sie sich 10min vor Beginn der Konferenz ein, um gegebenenfalls Zoom noch auf Ihrem Rechner zu installieren. Die Installation ist selbsterklärend.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und verbleiben

mit besten Grüßen

Annette Blanche, Steuerberaterin

Kian Amin Farhadian, Rechtsanwalt

Mario Kalkofen, Steuerberater

Corona-Situation - Mandanteninfo

Nachfolgend möchten wir Ihnen ein paar Anregungen und Hilfestellungen für die Bewältigung der aktuellen Krisensituation mit auf den Weg geben.

  1. Gesundheit an erster Stelle!
  2. Sichern Sie Ihre Liquidität!
  3. Versuchen Sie Ihr Personal zu halten!
  4. Sichern Sie Ihr Privatvermögen!

von Anne Hennig

Gesundheit an erster Stelle!

Wir stehen einer großen wirtschaftlichen Herausforderung gegenüber. Bei allen Maßnahmen muss jedoch die Gesundheit an erster Stelle stehen. Unnötige Risiken sollten daher nicht eingegangen werden. Dies kann in vielen Fällen zum Beispiel erreicht werden durch Homeoffice-Regelungen, Verlagerung von Kundenterminen auf Telefon oder Videokonferenzen oder auch durch die Bildung von  unabhängig voneinander arbeitenden Teams, zwischen denen kein Kontakt besteht. Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern Hygieneregeln, auch wenn dies selbstverständlich erscheint.

 

Sichern Sie Ihre Liquiditäten!

Auch wenn es schwerfällt, gerade bei langjährigen Kunden: Arbeiten Sie möglichst nur noch gegen Vorauszahlungen, die zumindest die Selbstkosten decken. Überdenken Sie, Ihre darüberhinausgehenden Forderungen an ein Factoring-Unternehmen
abzutreten. Reden Sie mit Ihrer Bank über KfW-Kredite zur Überbrückung von wirtschaftlichen Engpässen. Die Bundesregierung hat eine sehr unkomplizierte Gewährung zugesagt.

 

Versuchen Sie Ihr Personal zu halten!

Die Corona-Krise wird vorübergehen und dann werden Sie Ihre Facharbeiter benötigen. Versuchen Sie Engpässen z.B. mit dem Abbau von Überstunden oder mit Kurzarbeit und nicht mit Entlassungen zu begegnen!

 

Sichern Sie Ihr Privatvermögen!

Wenn Ihr Unternehmen in einer Branche tätig ist, wo leider mittelfristig nicht mit einer wirtschaftlichen Erholung zu rechnen ist, muss gegebenenfalls auch eine geordnete Insolvenz in Betracht gezogen werden. Bei einer verspäteten Insolvenzanmeldung haften Sie selbst bei Kapitalgesellschaften wie z.B. der GmbH mit Ihrem Privatvermögen!
Behalten Sie daher neben einer möglichen Überschuldung auch die Zahlungsfähigkeit Ihres Unternehmens im Auge. Als  zahlungsunfähig gilt ein Unternehmen, wenn es innerhalb von 3 Wochen nicht mindestens 90% der fälligen Gesamtverbindlichkeiten
begleichen kann.

ABER nun die gute Nachricht: Die Bundesregierung hat angekündigt, bis Ende September die Regeln zur Insolvenzantragspflicht auszusetzen, wenn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch das Corona-Virus bedingt sind und begründete Aussichten auf
Sanierung des Unternehmens (insbesondere durch Staatshilfen) bestehen. Lassen Sie sich im Zweifelsfall rechtlich beraten!

Corona-Situation - Hilfreiche Informationsquellen

Die Bundesregierung hat umfangreiche Maßnahmenpakete auf den Weg gebracht, um Unternehmer*innen in der aktuellen Lage zu unterstützen. Wir haben die wichtigsten Informationen und Links kurz zusammengefasst.

von Anne Hennig

Das aktuelle Maßnahmenpaket der Bundesregierung umfasst folgende Punkte:

  • Großzügigere Stundung von Steuerzahlungen
  • Leichte Herabsetzung von Steuervorausszahlungen
  • Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Deutliche Verbesserung der Regelungen zur Kurzarbeit
  • Aufstockung der KfW-Mittel für Unternehmerkredite
  • Lohnfortzahlung, wenn Mitarbeiter*innen in Quarantäne gehen müssen
  • Erstattung von Gewinneinbußen für bis zu 6 Wochen, wenn das Unternehmen unter Quarantäne gestellt wird
  • geplant: Hilfen für den Kulturbetrieb (noch nicht konkretisiert)
  • geplant: Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis 30.09.2020 bei wirtschaftlicher Schieflage durch das Corona-Virus und Aussicht auf Sanierung

Weitere Informationen finden Sie unter anderem hier:

Wichtige Hotlines:

Infotelefon des Bundesgesundheitsminieriums zum Coronavirus

Telefon: 030 346 465 100

Mo - Do: 8:00 bis 18:00 Uhr

Fr: 8:00 bis 12:00 Uhr

 

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zu Corona

Telefon: 030 186 151 515

Mo - Fr: 9:00 bis 17:00 Uhr

 

Hotline zu Fördermaßnahmen

Förderhotline: 030 186 158 000

Mo - Do: 9:00 bis 16:00 Uhr

 

Zuständig für die Beantragung von Kurzarbeitergeld ist die örtliche Arbeitsagentur

Unternehmerhotline der Bundesagentur: 0800 45555 20

 

Infotelefon des Bundeswirtschaftsministeriums zum Coronavirus (nur wirtschaftsbezogene Fragen)

Telefon: 030 186 156 187

Mo - Fr: 9:00 bis 17:00 Uhr

E-Mail: buergerdialog@bmwi.bund.de

Corona-Situation - In eigener Sache

Auch wir haben Schutzmaßnahmen getroffen, um unsere Mitarbeiter*innen und Mandant*innen vor einer Ansteckung zu schützen.

Sollten Sie Fragen haben oder unsere Unterstützung benötigen, zögern Sie bitte nicht, mit uns in Kontakt zu treten! Bitte beachten Sie auch unsere regelmäßigen Aktualisierungen und folgen Sie uns auf Twitter, Instagram oder Facebook jeweils unter blanchesteuer / BlancheSteuer.

von Anne Hennig

In eigener Sache bitten wir Sie folgendes zu beachten:

1. Sollten sie bisher noch Unterlagen oder Schriftstücke postalisch oder persönlich an uns übermitteln, bitten wir Sie, diese ab sofort ausschließlich über unser Portal einzureichen, da eine Bearbeitung Ihrer Unterlagen in Papierform aufgrund der aktuellen Lage nicht gewährleistet werden kann.


2. Unsere Mitarbeiter werden teilweise im Homeoffice tätig und damit nicht direkt telefonisch erreichbar sein. Unser Sekretariat ist wie gewohnt für Sie unter der Nummer 06438 92 82 800 erreichbar und wird jeden Anruf an den jeweiligen Sachbearbeiter weitergeben. Dieser wird Sie bezüglich Ihres Anliegens kontaktieren.Wir sind bemüht, alle Anliegen zeitnah zu beantworten, bitten aber auch um Verständnis dafür, dass wir derzeit sehr viele, insbesondere telefonische Anfragen erhalten.


3. Um die geforderten Schutzmaßnahmen einzuhalten, werden bis auf Weiteres keine Termine vor Ort stattfinden. Gerne stehen wir Ihnen aber per Telefon sowie Zoom-Videokonferenz zur Verfügung.

Sollten Sie Fragen haben oder unsere Unterstützung benötigen, zögern Sie bitte nicht, mit uns in Kontakt zu treten! Bitte beachten Sie auch unsere regelmäßigen Aktualisierungen und folgen Sie uns auf Twitter, Instagram oder Facebook.

Informationsabend am 17. Juni 2020

Am 17. Juni wird der nächste Informationsabend zum Thema "Börseninvestmens problemlos meistern" stattfinden. Wir haben für diesen Abend Mario Lüddemann als Referenten gewinnen können.

von Anne Hennig

Quartalswissen - Informationsabend zum Thema "Börseninvestments problemlos meistern"

Am 17. Juni wird der nächste Informationsabend zum Thema "Börseninvestmens problemlos meistern" stattfinden. Wir haben für diesen Abend Mario Lüddemann als Referenten gewinnen können.

Unser Kopf führt uns bei Anlageentscheidung häufig Irre und kann manchmal ein schlechter Berater sein. Viele Anleger tun sich extrem schwer damit an der Börse dauerhaften Erfolg in Form von guten Renditen zu erlangen. Warum das so ist und wie Sie dieses Problem gelöst bekommen können, darum geht es an diesem Themenabend.