Informationen zum zweiten Konjunkturpaket der Bundesregierung

Durch weitreichende Maßnahmen versucht die Bundesregierung die Folgen der Corona-Pandemie einzudämmen. Dazu hat der Bundesrat am 29.06.2020 dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz zugestimmt. Wesentliche Änderungen ab dem 01.07.2020 haben wir kurz für Sie zusammengefasst.

von Anne Hennig

Durch weitreichende Maßnahmen versucht die Bundesregierung die Folgen der Corona-Pandemie einzudämmen. Dazu hat der Bundesrat am 29.06.2020 dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz zugestimmt. Wesentliche Änderungen ab dem 01.07.2020 haben wir kurz für Sie zusammengefasst:

Was ändert sich steuerlich?

  1. Absenkung der Umsatzsteuer von 19% auf 16% und von 7% auf 5% für die Zeit vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 (siehe unsere Mandanteninformation aus Juni 2020).
  2. Zahlung eines einmaligen Kinderbonus von 300 € (Auszahlung 200 € im September und 100 € im Oktober 2020). Allerdings fließt dieser Bonus gemeinsam mit dem Kindergeld in die Günstigerprüfung zum Kinderfreibetrag ein, so dass sich insoweit für Gutverdiener (Einkommen von ca. 33.900 € bei Ledigen und Einkommen von ca. 67.800 € bei Verheirateten) keine steueliche Entlastung ergibt.
  3. Einführung einer degressiven Absetzung für Abnutzung in Höhe des 2,5-fachen der linearen Abschreibung für die Anschaffung oder Herstellung beweglicher Wirtschaftsgüter, höchstens aber von 25 v.H. für Investitionen in 2020 und 2021.
  4. Ansatz von nur 0,25% des Bruttolistenpreises bei der Besteuerung der Privatnutzung von reinen Elektrofahrzeugen nunmehr bei einem Bruttolistenpreis von bis zu 60.000 € anstelle bisher 40.000 €. Die neue Grenze gilt rückwirkend für Anschaffungen ab dem 01.01.2020.
  5. Verlängerung der Investitionsphase für die im Jahre 2017 gebildeten Investitionsabzugsbeträge von drei auf vier Jahre.
  6. Befristete Anhebung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende von bisher 1.908 € auf 4.008 € in den Jahren 2020 und 2021 (Berücksichtigung im Lohnsteuerabzug „Steuerklasse II“, ansonsten Berücksichtigung bei Einkommensteuerveranlagung).
  7. Erhöhung der Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer auf das 4-fache des Gewerbesteuermessbetrags, so dass in der Regel eine volle Anrechnung der gezahlten Gewerbesteuer bei einem Hebesatz bis zu 400% möglich ist.
  8. Verdoppelung des Freibetrags hinsichtlich der Hinzurechnungen nach dem Gewerbesteuergesetz von Schuldzinsen, Mieten, etc. auf 200.000 €.
  9. Für Zwecke der Steuervorauszahlungen 2019 Ansatz eines pauschalen (vorläufigen) Verlustrücktrags von 2020 auf 2019 in Höhe von 30% des Gesamtbetrags der Einkünfte 2019 (ohne Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit).
  10. Erhöhung der Steuerbefreiung für Mitarbeiterbeteiligungen (§ 3 Nr. 39 EstG).
  11. Bereits beschlossen war die Möglichkeit der Zahlung einer steuerfreien Prämie von 1.500 € durch die Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter bis 31.12.2020 („Corona-Bonus“).
  12. Verlängerung Anspruchsdauer nach Infektionsschutzgesetzes (IfSG) für Eltern, die keine Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder haben, von 6 Wochen auf 10 Wochen, bei Alleinerziehenden auf 20 Wochen. Gilt rückwirkend ab 30.03.2020.

Welche weiteren Änderungen außerhalb des Steuerrechts sind interessant?

  1. Der vereinfachte Zugang zur Grundsicherung ohne Vermögensprüfung wird bis 31.12.2020 verlängert.
  2. Ein Schutzschirm für Auszubildende umfasst Prämien zwischen 2.000 € und 3.000 € für von Corona betroffene Unternehmen, welche Ausbildungsstellen erhalten oder erhöhen.
  3. Das Hilfspaket „Neustart Kultur“ soll die Wiedereröffnung von Veranstaltungen unterstützen (Ansprechpartner ist der Bundesverband Soziokultur e.V.).
  4. Sozialversicherungsbeiträge werden bis 2021 auf maximal 40% gedeckelt.
  5. Insolvenzverfahren für natürliche Personen werden auf 3 Jahre gekürzt.
  6. Verdoppelung der Kaufprämien für den Erwerb klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge auf 6.000 €.
  7. Programm über eine weitere Überbrückungshilfe als Anschlussprogramm für die Corona-Soforthilfe (Details siehe hier).
  8. Bereits beschlossen war die Zahlung einer antragsabhängigen Corona-Prämie von 1.000,00 € (ggf. durch die Länder aufgestockt auf 1.500,00 €) für Beschäftigte in der Altenpflege durch die Pflegekasse.
  9. Ebenfalls bereits beschlossen sind KfW-Sonderprogramme 2020 für Liquiditätshilfen, die über Ihre Bank in Anspruch genommen werden können.

Was ist noch geplant?

  1. Optionsmodell für Personengesellschaften zur Körperschaftsteuer zur Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen.
  2. Neuregelungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld ab 2021.

Um Ihre Fragen zum Konjunkturpaket beantworten zu können, werden wir Ihnen Mitte Juli wieder ein Online-Seminar zu diesem Thema anbieten und freuen uns auf Ihre Teilnahme. Gerne steht Ihnen bis dahin aber auch unser Team bei Fragen zur Verfügung.

 

Webinar "Unternehmensnachfolge" in Zusammenarbeit mit der Desk GmbH

Mit einem kostenlosen Webinar in Zusammenarbeit mit unseren SteuerexpertInnen und den RechtsanwältInnen der Kanzlei Weidmann, Amin & Partner wollen wir Ihnen fundiertes Wissen aus erster Hand liefern. Gleichzeitig können Sie aus den praktischen Erfahrungen bereits abgeschlossener Projekte profitieren.

von Anne Hennig

Webinar "Unternehmensnachfolge" in Zusammenarbeit mit der Desk GmbH

Gerne möchten wir Sie auf ein Angebot der Desk GmbH hinweisen:

Die Unternehmensnachfolge ist für viele UnternehmerInnen eine große Herausforderung. Sie stehen oft vor vielen Fragen.

… welche Möglichkeiten gibt es?
… wie ist der aktuelle Firmenwert?
… was sind typische Probleme bei der Unternehmensnachfolge?
… wie bereite ich mich und mein Unternehmen frühzeitig darauf vor?

Mit einem kostenlosen Webinar in Zusammenarbeit mit unseren SteuerexpertInnen und den RechtsanwältInnen der Kanzlei Weidmann, Amin & Partner wollen wir Ihnen fundiertes Wissen aus erster Hand liefern. Gleichzeitig können Sie aus den praktischen Erfahrungen bereits abgeschlossener Projekte profitieren.

Wann? 16. Juli 2020 - 14 bis 15:30 Uhr

Hier können Sie sich anmelden.

Sollte das Thema für Sie interessant sein aber der Termin nicht passen - geben Sie der Desk GmbH einfach eine Rückmeldung an info@desk-firm.de – wir finden sicher eine Lösung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Absenkung der Umsatzsteuersätze

Wie bereits angekündigt hat die Bundesregierung umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise abzufedern.

Die Beschlüsse hierzu sind noch nicht gültiges Gesetz, so, dass wir Ihnen weitere Informationen nach der Gesetzgebung nachreichen werden. Da jedoch die beabsichtigte Senkung des Umsatzsteuersatzes ab 01.07.2020 einige Vorbereitung benötigt, haben wir nachfolgend für Sie zusammengfasst, welche Maßnahmen Sie im Blick behalten sollten.

von Anne Hennig

Hinweis: Für die visuellen Menschen haben wir in unseren Erklärvideos einen Beitrag mit Hinweisen zur Umsetzung der Umsatzsteuersenkung.

 

Wie bereits angekündigt hat die Bundesregierung umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise abzufedern.

Die Beschlüsse hierzu sind noch nicht gültiges Gesetz, so, dass wir Ihnen weitere Informationen nach der Gesetzgebung nachreichen werden. Da jedoch die beabsichtigte Senkung des Umsatzsteuersatzes ab 01.07.2020 einige Vorbereitung benötigt, haben wir nachfolgend für Sie zusammengfasst, welche Maßnahmen Sie im Blick behalten sollten.

Was ändert sich?

  • Die Umsatzsteuer soll ab 01.07.2020 auf 16% bzw. für ermäßigte Umsätze auf 5% gesenkt werden. Entscheidend für die Höhe der Umsatzsteuer ist das Datum, wann die jeweilige Leistung erbracht wurde. Das Datum der Rechnungslegung oder des Zahlungseingangs ist hingegen ohne Bedeutung.

Beispiel: Sanitärhandel Meier liefert Waren im Wert von 3.000,00 netto am 30.06.2020 aus. Die Rechnung schreibt die Firma am 02.07.2020. Auf die Lieferung sind noch 19% Umsatzsteuer anzuwenden, weil die Leistung bis zum 30.06.2020 erbracht wurde.

  • Schwieriger kann die Abgrenzung bei sonstigen Leistungen werden, welche über den Stichtag 30.06.2020 hinausgehen (z.B. Mietverträge, Bauleistungen). Die Leistungen sind grundsätzlich erst bei Abschluss und ggf. nach Abnahme erbracht.

Tipp: Sofern Ihre Kunden Privatpersonen sind oder Unternehmen, welche keinen Vorsteuerabzug haben, kann es sinnvoll sein, Leistungen erst im Juli abzuschließen, um den neuen Umsatzsteuersatz anwenden zu können.

  • Wichtig: Auch wenn die Leistung erst nach dem 30.06.2020 ausgeführt wurde, müssen Sie dennoch 19% Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, sofern die Rechnungen oder Kassenbons irrtümlich noch 19% Umsatzsteuer ausweisen. Das Finanzamt spricht von „ungerechtfertigtem Steuerausweis“ und verlangt in diesen Fällen die gesamte ausgewiesene Umsatzsteuer.

 

  • Sonderfall Teilleistungen: Bei sonstigen Leistungen, welche sogenannte Teilleistungen sind, entsteht die Umsatzsteuer bereits nach Abschluss der jeweiligen Teilleistung. Dies setzt in der Regel voraus, dass diese Teilleistung wirtschaftlich abgrenzbar ist, auch tatsächlich getrennt abgerechnet und vom Kunden getrennt abgenommen wird.

Beispiel: Die Bäckerei Müller mietet Ihre Verkaufsräume umsatzsteuerpflichtig mit einem Mietvertrag, der über 5 Jahre läuft. Die Miete wird vereinbarungsgemäß monatlich gezahlt. Hierbei handelt es sich um monatliche Teilleistungen, so dass die Miete Juni noch der Umsatzsteuer 19% und die Miete ab Juli der Umsatzsteuer 16% unterliegt.

  • Sonderfall Restaurations- und Verpflegungsdienstleistungen: Die Abgabe von Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle unterliegt bisher dem regulären Umsatzsteuersatz. Für Leistungen nach dem 30.06.2020 und vor dem 01.07.2021 erfolgt nun eine Reduzierung auf den ermäßigten Steuersatz. Profitieren sollen neben der Gastronomie auch andere Bereiche wie z.B. Catering-Unternehmen, Bäckereien und Metzgereien, soweit sie mit der Abgabe verzehrfertig zubereiteter Speisen bislang Umsätze zum normalen Umsatzsteuersatz erbracht hätten. Getränke sind von der Umsatzsteuersenkung ausgenommen. Damit ergeben sich für diese Umsätze die folgenden Steuersätze:

bis 30.06.2020

19%

Umsatzsteuer

01.07.-31.12.2020

5%

Umsatzsteuer

01.01.-30.06.2021

7%

Umsatzsteuer

ab 01.07.2021

19%

Umsatzsteuer

  • Sonderfall Anzahlungs- und Vorschussrechnungen: Sofern Sie von Ihren Kunden Anzahlungen eingefordert haben und zwar nach der aktuellen Gesetzeslage mit 19%, sind die Leistungen dennoch in vollem Umfang nur mit 16% zu besteuern, wenn die Leistung erst nach dem 30.06.2020 abgeschlossen wird. Bei der Anrechnung der angeforderten Anzahlungen ist jedoch darauf zu achten, dass die Umsatzteuer aus der Anzahlungsrechnung in der Schlussrechnung zutreffend korrigiert wird.

Beispiel: Der Heizungsmonteur Schulze liefert und montiert eine Heizungsanlage für netto 15.000 €.  Im Juni 2020 fordert er eine Vorschussrechnung über 10.000 € zzgl. 19% USt ein. Die Montage wird im darauffolgenden Monat Juli 2020 abgeschlossen. Die Firma Schulze schreibt zutreffend folgende Schlussrechnung:

Lieferung und Montage einer Heizungsanlage

15.000,00 €

zzgl. 16% Umsatzsteuer

2.400,00 €

abzgl. Anzahlungsrechnung vom 10.06.2020

 

netto

-10.000,00 €

19% Umsatzsteuer

- 1.900,00 €

noch zu zahlen

5.500,00 €

 

Übersicht umsatzsteuerliche Behandlung von Leistungen

Quelle: https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/absenkung-des-mehrwertsteuersatzes-2020-probleme-in-der-praxis_168_517790.html?fbclid=IwAR3AA7j5fl9TeVtvjVnTihLO3OiRAnB5kOZejzQ

Leistungserbringung Anzahlungen Steuerliche Behandlung
     
Leistung oder Teilleistung erbracht bis 30.06.2020 Ob Anzahlungen geleistet worden sind ist unerheblich

Die Leistung unterliegt dem Regelsteuersatz mit 19 % bzw. mit dem ermäßigten Steuersatz von 7%

 

Leistung oder Teilleistung erbracht nach dem 30.06.2020 und vor dem 01.01.2021 Anzahlungen sind vor dem 01.07.2020 nicht geflossen

Die Leistung unterliegt dem Regelsteuersatz mit 16 % bzw. mit dem ermäßigten Steuersatz von 5 %

 

Leistung oder Teilleistung er­bracht nach dem 30.6.2020 und vor dem 01.01.2021 Anzahlungen sind ganz oder teilweise vor dem 01.07.2020 geflossen

Die Anzahlungen vor dem 01.07.2020 waren mit 19 % bzw. 7 % besteuert worden, bei Ausführung der Leistung in der Zeit ab dem 01.07. bis 31.12.2020 sind die Leistungen mit 3 % zu entlasten.

 

Leistung oder Teilleistung er­bracht nach dem 31.12.2020 Anzahlungen sind vor dem 01.01.2021 nicht geflossen

Die Leistung unterliegt dem Regelsteuersatz mit 19 % bzw. dem ermäßigten Steuersatz von 7 %

 

Leistung oder Teilleistung er­bracht nach dem 31.12.2020 Anzahlungen sind ganz oder teilweise in der Zeit zwischen dem 01.07. und dem 31.12.2020 geflossen

Die Anzahlungen können mit 16 % bzw. 5 % besteuert werden, bei Ausführung der Leistung ab 2021 sind die Leistungen mit 3 % bzw. 2 % nachzuversteuern.

 

 

Was sind unsere Handlungsempfehlungen?

Nachfolgend haben wir einige Punkte zusammengestellt, die im Rahmen der Senkung der Umsatzsteuer ggf. veranlasst werden müssen:

  • Wichtig: Alle Rechnungen über bereits erbrachte (Teil-)Leistungen zum 30.06.2020 schreiben
  • Dauerrechnungen insbesondere zu Mietverträgen auf USt 16% anpassen
  • Daueraufträge und Lastschriftverfahren auf die neuen Beträge anpassen
  • Kassensysteme und Rechnungsausgangsprogramme umstellen (lassen) auf 16 % bzw. 5 % (update mit Hersteller klären, sind manuelle Anpassungen bei verschiedenen Warengruppen erforderlich? Wird Systemtechniker benötigt?)
  • gesonderte Rechnungsvorlagen anpassen auf USt 16% bzw. 5%
  • Quittungsformulare und ähnliche Vordrucke elektronisch und auf Papier anpassen
  • Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
  • Preisangaben und Kataloge anpassen
  • Internet-Auftritte entsprechend aktualisieren

Leider ist nach dem aktuellen Vorhaben der Regierung die Senkung der Umsatzsteuer bis zum 31.12.2020 befristet, so dass gegebenenfalls die entsprechenden Anpassungen zum Jahreswechsel erneut vorgenommen werden müssen.

Gerne stehen wir Ihnen für steuerliche Auskünfte zur Verfügung.

 

Bleiben Sie gesund!

Mit besten Grüßen, Annette Blanche

Bundesregierung hat neues Konjunkturpaket beschlossen

Die Bundesregierung hat sich im Zuge der Coronakrise ein Konjunkturpaket mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro geeinigt.

Die wichtigsten Eckpunkte für UnternehmerInnen haben wir an dieser Stelle zusammengefasst.

von Anne Hennig

Die Bundesregierung hat sich im Zuge der Coronakrise ein Konjunkturpaket mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro geeinigt.

Die wichtigsten Eckpunkte für UnternehmerInnen haben wir an dieser Stelle zusammengefasst.

 

- Absenkung der Mehrwertsteuer vom 1. Juli bis 31. Dezember von 19 / 7 Prozent auf 16 / 5 Prozent.

- Einmaliger Kinderbonus von 300 Euro pro Kind.

- Programm für Überbrückungshilfen zugunsten von Mittelständlern und Soloselbstständigen.

- Hilfsprogramme für Kunst und Kultur.

- Steuerliche Entlastungen für Unternehmen in der Krise.

- Prämien für die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen.

- Verkürzung von Insolvenzverfahren auf drei Jahre.

- Absenkung der EEG-Umlage ab 2021.

- Förderung von neuen Technologien, alternativen Energieformen und Elektrofahrzeugen über das Zukunftspaket.

 

Die Ausgestaltung der Maßnahmen und welche Anpassungen insbesondere im Bereich der Absenkung der Mehrwertsteuer nun auf UnternehmerInnen zukommen, wird sich im Laufe der Woche noch konkretisieren. So soll zum Beispiel der Kinderbonus versteuert werden, in welcher Form dies abzuführen ist, ist uns zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Sobald uns neuere Informationen vorliegen, werden wir Sie zeitnah auf allen unseren Kanälen darüber informieren.

(Quellen: Aktuelle Informationen der Bundesregierung, Deutschlandfunk Interview, Deutschlandfunk Nachrichten)

Update zur Förderung der Unternehmensberatung für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen

Aufgrund einer sehr hohen Anzahl von Anträgen und zahlreichen "schwarzen Schafen", die sich die Ergänzungen zum Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu Nutze gemacht haben, wurden die Richtlinien überarbeitet. Antragsberechtigt sind von nun an nur Unternehmen, die sich aufgrund der Corona-Krise in akuten Schwierigkeiten befinden.

von Anne Hennig

Update zur Förderung der Unternehmensberatung für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen

Aufgrund einer sehr hohen Anzahl von Anträgen und zahlreichen "schwarzen Schafen", die sich die Ergänzungen zum Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu Nutze gemacht haben, wurden die Richtlinien überarbeitet. Antragsberechtigt sind von nun an nur Unternehmen, die sich aufgrund der Corona-Krise in akuten Schwierigkeiten befinden.

Aufgrund einer Vielzahl an Anträgen, übersteigt die aktuelle Fördersumme das Budget im Bundeshaushalt beinahe um mehr als das Sechsfache. Einer Recherche von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung zufolge, haben sich zahlreiche Firmen die Erweiterung des Förderprogramms in der Corona-Krise zu Nutze gemacht und locken mit "kostenlosen" bzw. "vom Staat bezahlten" Unternehmensberatungen - die teilweise unseriös und konzeptionslos sind und den betroffen UnternehmerInnen nicht die notwendige Unterstützung in Form einer fachlich fundierten Beratung bieten.

In dem aktualisierten Merkblatt des BAFA zur Richtlinienergänzung wird deshalb nun darauf hingewiesen, dass zum Beispiel nur die individuellen Beratungsleistungen förderfähig sind, nicht aber die Fördermittelbeantragung. Ebenso werden die Beratungen weiterhin nur dann mit 100% gefördert, wenn es sich um ein durch die Corona-Krise geschädigtes Unternehmen handelt und sich die Beratung auf eine durch die Corona-Krise hervorgerufene wirtschaftliche Schwierigkeit bezieht. Trifft dies nicht zu, werden die Anträge abgelehnt.

Förderung von Unternehmensberatung auch für Corona-Betroffene

Am 3. April ist eine modifizierte Richtline zur Förderung unternehmerischen Know-hows für von Corona betroffene KMU und Freiberufler in Kraft getreten. Ab sofort können Unternehmen oder Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, Beratungsleistungen im Sinne der Unternehmensberatung in Anspruch nehmen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000€ ohne Eigenanteil bezuschusst werden. Als registrierter Berater können wir diese Unternehmensberatung begleiten.

von Anne Hennig

Mit der Modifizierung der Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, wurde die Förderung von Unternehmensberatung auf Corona-Betroffene ausgeweitet.

Kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, können beim BAFA einen Antrag auf Beratung stellen. Diese wird bis zu einem Beratungswert von 4.000€ ohne Eigenanteil gefördert.

Antragsberechtigt sind Jungunternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind, sowie Bestandsunternehmen nach dem dritten Jahr der Gründung und Unternehmen, die sich unabhängig vom Unternehmensalter in Schwierigkeiten befinden. Das Unternehmen muss seinen sitz in Deutschland haben und ein kleines oder mittleres Unternehmen gemäß der EU-Mittelstandsdefinition sein. Gefördert werden sowohl spezielle Beratungsbedarfe als auch allgemeine wirtschaftliche, finanzielle, personelle oder organisatorische Beratungen.

Mehr Informationen sind hier unter dem Punkt "Unternehmensberatung" zu finden.

Corona Soforthilfen - Informationen für Selbstständige

Wir haben Informationen zu den Corona-Soforthilfen für Selbstständige und die entsprechenden Links zu den Antragsformularen der einzelnen Länder zusammengefasst.

von Anne Hennig

Wie Sie sicher schon mitbekommen haben, bietet der Bund Soforthilfen für Soloselbstständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte, die ab sofort und bis spätestens 31. Mai 2020 bei den Bundesländern beantragt werden können. Eine Liste mit den entsprechenden Antragsstellen haben wir für Sie zusammengefasst. Bezüglich anderer Fördermöglichkeiten (insbesondere KfW-Kredite) empfehlen wir Ihnen sich gegebenenfalls mit Ihrer Hausbank in Verbindung zu setzen.

Bitte beachten Sie folgende Voraussetzungen für die Antragstellung der Corona-Soforthilfe und prüfen Sie bitte genau, ob Sie antragsberechtigt sind. In Ihrem Interesse empfehlen wir Ihnen, die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen sorgsam zu machen, da eine spätere Überprüfung nicht ausgeschlossen ist.

 

1. Wer kann einen Antrag stellen?

  • Gewerbliche Unternehmen,
  • Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft,
  • Selbstständige, Soloselbstständige, Freiberufler, Künstler*innen,
  • die Tätigkeit muss jeweils als Haupterwerb ausgeübt werden (evtl. bundeslandspezifisch!).

 

2. Was wird gefördert?

Die Soforthilfe ist für Wirtschaftsakteure gedacht, die aufgrund der Corona-Krise unverschuldet in eine existenzgefährdende wirtschaftliche Situation bzw. in massive Liquiditätsengpässe geraten sind. Dazu zählt:

  • Auftragsverluste, die der Corona-Krise geschuldet sind, von mehr als 50% verglichen mit der Zeit vor dem 01. März 2020,
  • Umsatzeinbrüche um mindestens die Hälfte im Vergleich zum jeweiligen Monat des Jahres 2019 (das Datum der Antragstellung entscheidet über die Vergleichsmonate); in Ausnahmefällen wird als Vergleichsmonat der Monat unmittelbar vor Antragstellung zu Grunde gelegt (z.B. bei Neugründungen),
  • Einschränkung der geschäftlichen Tätigkeit durch behördliche Auflagen.

Die Soforthilfen sind dazu gedacht, Mittel für die Deckung kurzfristiger Verbindlichkeiten wie Mieten für Geschäftsräume, Leasingraten oder sonstige laufende Betriebsausgaben für die kommenden 3 Monate bereitzustellen, soweit diese nicht aus eigenen Betriebsmitteln gezahlt werden können.

 

3. Was wird nicht unterstützt?

Nicht durch die Soforthilfen abgedeckt sind Ihre eigenen Verdienst- oder Einnahmenausfälle als Unternehmer. Für die eigene Existenzsicherung stehen Hilfen durch die Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. Mit dem Sozialschutz-Paket wurde ein erleichterter Zugang zu Hartz IV – Leistungen beschlossen.

 

4. Welche Informationen/Dokumente brauche ich für den Antrag?

Die benötigten Unterlagen können von Bundesland zu Bundesland variieren. Bitte informieren Sie sich daher unter den nachfolgend angegebenen Antragsstellen der einzelnen Bundesländer.

In Hessen werden beispielsweise die folgenden Angaben und Unterlagen benötigt:

  • Personalausweis / Reisepass,
  • Umsatz des vergangenen Jahres,
  • Steuernummer,
  • Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse,
  • IBAN, BIC und Bankinstitut des Firmenkontos,
  • Informationen zur Rechtsform und Branche des Unternehmens,
  • letzter Steuerbescheid,
  • letzte Lohnsteueranmeldung bei > 5 Beschäftigten,
  • eine kurze Beschreibung, wie Ihre Zahlungsschwierigkeiten entstanden sind und wie diese mit der Corona-Epidemie in Zusammenhang stehen,
  • Angabe des fehlenden Betrages, der zur Deckung der laufenden Verpflichtungen benötigt wird (hier empfehlen wir besondere Sorgfalt),
  • Anzahl Ihrer Beschäftigten aufgeschlüsselt nach Wochenarbeitszeiten.

 

Alle hier dargestellten Informationen beziehen sich auf die Angaben des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verker und Wohnen. Die Voraussetzungen können sich je nach Bundesland unterscheiden. Diese Angaben sind daher ohne Gewähr. Halten Sie ggf. mit der für Sie zuständigen Antragsstelle Rücksprache, um verbindliche Aussagen zu bekommen.

Gerne stehen wir Ihnen für steuerliche Auskünfte zur Verfügung und stellen Ihnen Umsatzinformationen und Steuerunterlagen bereit.

 

Bundesland Zuständige Behörde(n) oder Stellen für Antragsstellung und Bewilligung
Baden-Württemberg

Antragstellung bei und Vorprüfung durch IHK und HWK, Bewilligung durch L-Bank

Bayern

Regierungen und Landeshauptstadt München

Berlin

Investitionsbank Berlin (IBB)

Brandenburg

Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

Bremen

BAB Bremer Aufbau Bank

BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH
Hamburg

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg)

Hessen

Regierungspräsidium Kassel

Mecklenburg-Vorpommern

Landesförderinstitut Mecklenburg- Vorpommern (LFI-MV)

Niedersachsen

Investitions- und Förderbank Niedersachsen - NBank

Nordrhein-Westfalen

Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster

Rheinland-Pfalz

Investitions- und Strukturbank RP (ISB)

Saarland

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes

Sachsen

Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB)

Sachsen-Anhalt

Investitionsbank Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

Thüringen

Thüringer Aufbaubank

Die Antragsannahme sowie Vorprüfungen erfolgen auch über die IHKn und HWKn.

 

Corona-Situation - Webinar Teil II

Gemeinsam mit den Rechtsanwälten Kian Amin Farhadian und Florian Manhart von der Kanzlei Weidmann Amin & Partner sowie Steuerberater Mario Kalkofen werden wir am Donnerstag, 2. April 2020 von 9.30 bis 10.30 Uhr ein weiteres Webinar zu Hilfen in der aktuellen Krisensituation geben. Anmeldung und Fragen nehmen wir ab jetzt entgegen. Das Seminar wird wieder auf 20 Teilnehmer*innen beschränkt sein.

von Anne Hennig

Sehr geehrte Mandant*innen und Interessierte,

 

Corona ist eine Herausforderung an die Gesellschaft und an jeden einzelnen von uns. Es ist abzuwägen, was man zur Zeit unterlässt (Händeschütteln, persönliche Treffen etc.) aber auch, was man mit seinem Handeln bewirken kann in Form von Unterstützung der Mitmenschen in seinem sozialen Umfeld, die sich nicht (mehr) alleine versorgen können.

In unserem wirtschaftlichen Umfeld sind wir zum Handeln aufgefordert, z.B. wenn es darum geht, wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen der Corona-Epidemie zu lindern oder im schlimmsten Fall die Existenzbedrohung abzuwenden.

Sie haben sicherlich viele Fragen und gerne helfen wir Ihnen, diese soweit als möglich zu beantworten. Zu diesem Zweck bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit der Steuerkanzleien Mario Kalkofen, Blanche Steuerberatung GmbH und der Rechtsanwaltskanzlei Weidmann, Amin & Partner


Webinare zu den Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise

Donnerstag, den 02.04.2020 von 9.30 – 10.30 Uhr


Zunächst wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die aktuelle Rechtslage geben:

1. Was mache ich bei Umsatz- und Gewinneinbrüchen?
2. Wann kann ich Kurzarbeitergeld beantragen und wie gehe ich vor?
3. Was geschieht, wenn mein Betrieb unter Quarantäne gesetzt wird?
4. Was geschieht, wenn ich krank werde und lange ausfalle?
5. Wie kann ich als Unternehmer eine Vorsorge für meine Vertretung treffen?
6. Welche Vorsorgeregelungen sind für Unternehmer wichtig, Anbetracht einer erheblichen Gesundheitsgefährdung mit der Gefahr einer Todesfolge?

Wir versuchen in unserer Webinarreihe Ihre Fragen zu den Themen Steuer-, Arbeits- und Insolvenzrecht sowie Kurzarbeitergeld, Vorsorgeberatung, Testament und Unternehmervollmachten zu beantworten, welche sich aus der aktuellen Situation ergeben.
Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Fragen aus datenschutzrechtlichen Gründen nur allgemein beantworten können.

Diese Videokonferenzen werden auf 20 Teilnehmer beschränkt sein, damit wir ausreichend Zeit haben, auf Sie einzugehen. Sie können Ihre Fragen per Chat oder auch vorab bei Anmeldung an uns richten.

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter info@blanche-steuerberatung.de für den Termin an. Sie erhalten von uns am Nachmittag vor der Veranstaltung eine Anmeldebestätigung sowie eine ID-Nummer mit dem Link für eine Zoom- Videokonferenz. Bitte wählen Sie sich 10min vor Beginn der Konferenz ein, um gegebenenfalls Zoom noch auf Ihrem Rechner zu installieren. Die Installation ist selbsterklärend.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und verbleiben

mit besten Grüßen

Annette Blanche, Steuerberaterin

Kian Amin Farhadian, Rechtsanwalt

Mario Kalkofen, Steuerberater

Corona-Soforthilfen des Landes Hessen

Aufgrund der Corona-Krise stellt das Land Hessen kurzfristige Hilfen in Aussicht. Diese Hilfen sollen die bisherigen Fördermaßnahmen ergänzen und insbesondere mittleren, kleinen und Kleinstunternehmen kurzfristig gewährt werden. Zu den Maßnahme gehört auch die Herabsetzung der Sondervorauszahlungen und eine kurzfristige Rückerstattung der bereits getätigten Sondervorauszahlungen.

Sollte dies auf Sie zutreffen, können Sie sich gerne für die weitere Vorgehensweise an Ihre Sachbearbeiterin/Ihren Sachbearbeiter oder an unser Sekretariat wenden. Bevorzugt bitte über das Portal oder per E-Mail, wir werden Ihr Anliegen kurzfristig bearbeiten.

von Anne Hennig

Aus der Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums der Finanzen vom 19. März 2020:

„Bund und Länder haben eine Reihe von wichtigen steuerlichen Soforthilfen abgestimmt. Daran anknüpfend gehen wir noch einen Schritt weiter: Hessen gibt seiner Wirtschaft vorübergehend eine Liquiditätsspritze, indem wir bereits getätigte Sondervorauszahlungen der Umsatzsteuer auf formlosen Antrag kurzfristig zurückerstatten können. Dies kann unsere Wirtschaft kurzfristig um bis zu 1,5 Milliarden Euro entlasten“, sagte Finanzminister Schäfer. „Da die Wirtschaft in weiten Teilen von der Corona-Krise betroffen ist, verzichten wir auf die sonst übliche ausführliche Prüfung und vereinfachen das Verfahren.“

[...]

„Hessen handelt zügig: Wir geben den betroffenen hessischen Unternehmen, darunter fallen auch Freiberufler und sehr kleine Unternehmen, eine vorübergehende Liquiditätsspritze von bis zu 1,5 Mrd. Euro. Das setzen wir wie folgt um: Viele Unternehmen zahlen bei der Umsatzsteuer eine sogenannte Sondervorauszahlung, damit sie die monatliche Umsatzsteuer jeweils einen Monat später zahlen dürfen. In der aktuellen Corona-Krise helfen wir den betroffenen Unternehmen und setzen auf Antrag die in 2020 gezahlte Sondervorauszahlung auf ‚Null‘ herab. Anschließend erhalten die Unternehmen die bereits gezahlte Steuervorauszahlung erstattet, sofern sie nicht mit anderen Zahllasten zu verrechnen ist. Das geht ganz unbürokratisch mit formlosem Antrag oder am besten über ELSTER“, erläuterte der Finanzminister.

Darüber hinaus werden auf Antrag der Steuerpflichtigen bis zum 31. Dezember 2020 bereits fällige oder fällig werdende Steuerzahlungen zinsfrei gestundet, soweit die Forderungen aufgrund finanzieller Probleme in Folge des Corona-Virus nicht geleistet werden können. Anträge auf Stundung sind bis zum 31. Dezember 2020 bei den zuständigen Finanzämtern zu stellen und können sich auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer beziehen. Darüber hinaus kann auf Antrag auch die Höhe der individuellen Vorauszahlung angepasst werden.

Zudem können bei den Finanzämtern auch Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen für die Gewerbesteuer gestellt werden. Die Anpassung der Vorauszahlungen bei der Gewerbesteuer und die Stundung von Gewerbesteuern erfolgt auf Antrag durch die Gemeinden vor Ort. Die Gemeinde ist an ‎den ‎Bescheid des Finanzamts gebunden und wird ‎die ‎Gewerbesteuervorauszahlung anpassen.

Bei unmittelbar Betroffenen wird außerdem dem Grundsatz nach bis zum Ende des Jahres von Seiten der Steuerverwaltung auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet. Dies betrifft beispielsweise mögliche Kontopfändungen. Gesetzlich anfallende Säumniszuschläge werden in dieser Zeit nicht erhoben.

Finanzminister Schäfer: „Wir haben unsere Finanzämter noch einmal sensibilisiert, so dass entsprechende Anträge zügig geprüft werden. Auf strenge Anforderungen bei der Prüfung der Anträge soll verzichtet werden. Indem etwa der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben oder die Vorauszahlung unkompliziert und schnell angepasst wird, möchte auch die Steuerverwaltung ihren Beitrag leisten, damit die Liquiditätssituation der Betroffenen verbessert wird. Alle betroffenen Bürger können auch selbst zu einer zügigeren Bearbeitung beitragen, indem sie das ELSTER-Onlineportal für die Anträge verwenden.“

Corona-Situation - Webinar

Wir laden alle Mandant*innen und Interessierten ein, zu unserem gemeinsamen Webinar "Auswirkungen der Corona-Krise" ein. Gemeinsam mit Steuerberater Mario Kalkofen und Rechtsanwalt Kian Amin Farhadian wollen wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Rechtslage geben und auf Fragen eingehen.

Vorerst haben wir zwei Termine vorgesehen, Mittwoch, 25.03.2020 von 9.30Uhr - 10.30 Uhr und Donnerstag, 26.03.2020 von 14.00 - 15.00 Uhr. Anmeldungen und Fragen vorab bitte an info@blanche-steuerberatung.de. Unsere Aufwandsentschädigung beträgt 49,90€ (inkl. 19% Umsatzsteuer).

von Anne Hennig

Sehr geehrte Mandant*innen und Interessierte,

 

Corona ist eine Herausforderung an die Gesellschaft und an jeden einzelnen von uns. Es ist abzuwägen, was man zur Zeit unterlässt (Händeschütteln, persönliche Treffen etc.) aber auch, was man mit seinem Handeln bewirken kann in Form von Unterstützung der Mitmenschen in seinem sozialen Umfeld, die sich nicht (mehr) alleine versorgen können.

In unserem wirtschaftlichen Umfeld sind wir zum Handeln aufgefordert, z.B. wenn es darum geht, wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen der Corona-Epidemie zu lindern oder im schlimmsten Fall die Existenzbedrohung abzuwenden.

Sie haben sicherlich viele Fragen und gerne helfen wir Ihnen, diese soweit als möglich zu beantworten. Zu diesem Zweck bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit der Steuerkanzleien Mario Kalkofen, Blanche Steuerberatung GmbH und der Rechtsanwaltskanzlei Weidmann, Amin & Partner


Webinare zu den Auswirkungen der Corona-Epidemie

Mittwoch, den 25.03.2020 von 9.30 – 10.30 Uhr
Donnerstag, den 26.03.2020 von 14.00 – 15.00 Uhr


Zunächst wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die aktuelle Rechtslage geben:

1. Was mache ich bei Umsatz- und Gewinneinbrüchen?
2. Wann kann ich Kurzarbeitergeld beantragen und wie gehe ich vor?
3. Was geschieht, wenn mein Betrieb unter Quarantäne gesetzt wird?
4. Was geschieht, wenn ich krank werde und lange ausfalle?
5. Wie kann ich als Unternehmer eine Vorsorge für meine Vertretung treffen?
6. Welche Vorsorgeregelungen sind für Unternehmer wichtig, Anbetracht einer erheblichen Gesundheitsgefährdung mit der Gefahr einer Todesfolge?

Wir versuchen in diesen Webinaren Ihre Fragen zu den Themen Steuer-, Arbeits- und Insolvenzrecht sowie Kurzarbeitergeld, Vorsorgeberatung, Testament und Unternehmervollmachten zu beantworten, welche sich aus der aktuellen Situation ergeben.
Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Fragen aus datenschutzrechtlichen Gründen nur allgemein beantworten können.

Diese Videokonferenzen werden auf 20 Teilnehmer beschränkt sein, damit wir ausreichend Zeit haben, auf Sie einzugehen. Sie können Ihre Fragen per Chat oder auch vorab bei Anmeldung an uns richten.

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter info@blanche-steuerberatung.de für einen der beiden Termine an. Unsere Aufwandsentschädigung für Ihre Teilnahme beträgt 49,90 € (inkl. 19% Umsatzsteuer) und ist bitte durch Überweisung unter Angabe des Datums der Videokonferenz auf das folgende Konto zu begleichen. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Zahlungseingangs vergeben.

Blanche Steuerberatungs GmbH
Kreissparkasse Limburg
BIC: HELADEF1LIM
IBAN: DE50 5115 0018 0000 0411 78

Sie erhalten von uns nach Zahlungseingang per Email eine Anmeldebestätigung sowie eine ID-Nummer mit dem Link für die von Ihnen ausgewählte Zoom- Videokonferenz. Bitte wählen Sie sich 10min vor Beginn der Konferenz ein, um gegebenenfalls Zoom noch auf Ihrem Rechner zu installieren. Die Installation ist selbsterklärend.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch und verbleiben

mit besten Grüßen

Annette Blanche, Steuerberaterin

Kian Amin Farhadian, Rechtsanwalt

Mario Kalkofen, Steuerberater

Corona-Situation - Mandanteninfo

Nachfolgend möchten wir Ihnen ein paar Anregungen und Hilfestellungen für die Bewältigung der aktuellen Krisensituation mit auf den Weg geben.

  1. Gesundheit an erster Stelle!
  2. Sichern Sie Ihre Liquidität!
  3. Versuchen Sie Ihr Personal zu halten!
  4. Sichern Sie Ihr Privatvermögen!

von Anne Hennig

Gesundheit an erster Stelle!

Wir stehen einer großen wirtschaftlichen Herausforderung gegenüber. Bei allen Maßnahmen muss jedoch die Gesundheit an erster Stelle stehen. Unnötige Risiken sollten daher nicht eingegangen werden. Dies kann in vielen Fällen zum Beispiel erreicht werden durch Homeoffice-Regelungen, Verlagerung von Kundenterminen auf Telefon oder Videokonferenzen oder auch durch die Bildung von  unabhängig voneinander arbeitenden Teams, zwischen denen kein Kontakt besteht. Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern Hygieneregeln, auch wenn dies selbstverständlich erscheint.

 

Sichern Sie Ihre Liquiditäten!

Auch wenn es schwerfällt, gerade bei langjährigen Kunden: Arbeiten Sie möglichst nur noch gegen Vorauszahlungen, die zumindest die Selbstkosten decken. Überdenken Sie, Ihre darüberhinausgehenden Forderungen an ein Factoring-Unternehmen
abzutreten. Reden Sie mit Ihrer Bank über KfW-Kredite zur Überbrückung von wirtschaftlichen Engpässen. Die Bundesregierung hat eine sehr unkomplizierte Gewährung zugesagt.

 

Versuchen Sie Ihr Personal zu halten!

Die Corona-Krise wird vorübergehen und dann werden Sie Ihre Facharbeiter benötigen. Versuchen Sie Engpässen z.B. mit dem Abbau von Überstunden oder mit Kurzarbeit und nicht mit Entlassungen zu begegnen!

 

Sichern Sie Ihr Privatvermögen!

Wenn Ihr Unternehmen in einer Branche tätig ist, wo leider mittelfristig nicht mit einer wirtschaftlichen Erholung zu rechnen ist, muss gegebenenfalls auch eine geordnete Insolvenz in Betracht gezogen werden. Bei einer verspäteten Insolvenzanmeldung haften Sie selbst bei Kapitalgesellschaften wie z.B. der GmbH mit Ihrem Privatvermögen!
Behalten Sie daher neben einer möglichen Überschuldung auch die Zahlungsfähigkeit Ihres Unternehmens im Auge. Als  zahlungsunfähig gilt ein Unternehmen, wenn es innerhalb von 3 Wochen nicht mindestens 90% der fälligen Gesamtverbindlichkeiten
begleichen kann.

ABER nun die gute Nachricht: Die Bundesregierung hat angekündigt, bis Ende September die Regeln zur Insolvenzantragspflicht auszusetzen, wenn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch das Corona-Virus bedingt sind und begründete Aussichten auf
Sanierung des Unternehmens (insbesondere durch Staatshilfen) bestehen. Lassen Sie sich im Zweifelsfall rechtlich beraten!

Corona-Situation - Hilfreiche Informationsquellen

Die Bundesregierung hat umfangreiche Maßnahmenpakete auf den Weg gebracht, um Unternehmer*innen in der aktuellen Lage zu unterstützen. Wir haben die wichtigsten Informationen und Links kurz zusammengefasst.

von Anne Hennig

Das aktuelle Maßnahmenpaket der Bundesregierung umfasst folgende Punkte:

  • Großzügigere Stundung von Steuerzahlungen
  • Leichte Herabsetzung von Steuervorausszahlungen
  • Aussetzung von Vollstreckungsmaßnahmen
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Deutliche Verbesserung der Regelungen zur Kurzarbeit
  • Aufstockung der KfW-Mittel für Unternehmerkredite
  • Lohnfortzahlung, wenn Mitarbeiter*innen in Quarantäne gehen müssen
  • Erstattung von Gewinneinbußen für bis zu 6 Wochen, wenn das Unternehmen unter Quarantäne gestellt wird
  • geplant: Hilfen für den Kulturbetrieb (noch nicht konkretisiert)
  • geplant: Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis 30.09.2020 bei wirtschaftlicher Schieflage durch das Corona-Virus und Aussicht auf Sanierung

Weitere Informationen finden Sie unter anderem hier:

Wichtige Hotlines:

Infotelefon des Bundesgesundheitsminieriums zum Coronavirus

Telefon: 030 346 465 100

Mo - Do: 8:00 bis 18:00 Uhr

Fr: 8:00 bis 12:00 Uhr

 

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zu Corona

Telefon: 030 186 151 515

Mo - Fr: 9:00 bis 17:00 Uhr

 

Hotline zu Fördermaßnahmen

Förderhotline: 030 186 158 000

Mo - Do: 9:00 bis 16:00 Uhr

 

Zuständig für die Beantragung von Kurzarbeitergeld ist die örtliche Arbeitsagentur

Unternehmerhotline der Bundesagentur: 0800 45555 20

 

Infotelefon des Bundeswirtschaftsministeriums zum Coronavirus (nur wirtschaftsbezogene Fragen)

Telefon: 030 186 156 187

Mo - Fr: 9:00 bis 17:00 Uhr

E-Mail: buergerdialog@bmwi.bund.de

Corona-Situation - In eigener Sache

Auch wir haben Schutzmaßnahmen getroffen, um unsere Mitarbeiter*innen und Mandant*innen vor einer Ansteckung zu schützen.

Sollten Sie Fragen haben oder unsere Unterstützung benötigen, zögern Sie bitte nicht, mit uns in Kontakt zu treten! Bitte beachten Sie auch unsere regelmäßigen Aktualisierungen und folgen Sie uns auf Twitter, Instagram oder Facebook jeweils unter blanchesteuer / BlancheSteuer.

von Anne Hennig

In eigener Sache bitten wir Sie folgendes zu beachten:

1. Sollten sie bisher noch Unterlagen oder Schriftstücke postalisch oder persönlich an uns übermitteln, bitten wir Sie, diese ab sofort ausschließlich über unser Portal einzureichen, da eine Bearbeitung Ihrer Unterlagen in Papierform aufgrund der aktuellen Lage nicht gewährleistet werden kann.


2. Unsere Mitarbeiter werden teilweise im Homeoffice tätig und damit nicht direkt telefonisch erreichbar sein. Unser Sekretariat ist wie gewohnt für Sie unter der Nummer 06438 92 82 800 erreichbar und wird jeden Anruf an den jeweiligen Sachbearbeiter weitergeben. Dieser wird Sie bezüglich Ihres Anliegens kontaktieren.Wir sind bemüht, alle Anliegen zeitnah zu beantworten, bitten aber auch um Verständnis dafür, dass wir derzeit sehr viele, insbesondere telefonische Anfragen erhalten.


3. Um die geforderten Schutzmaßnahmen einzuhalten, werden bis auf Weiteres keine Termine vor Ort stattfinden. Gerne stehen wir Ihnen aber per Telefon sowie Zoom-Videokonferenz zur Verfügung.

Sollten Sie Fragen haben oder unsere Unterstützung benötigen, zögern Sie bitte nicht, mit uns in Kontakt zu treten! Bitte beachten Sie auch unsere regelmäßigen Aktualisierungen und folgen Sie uns auf Twitter, Instagram oder Facebook.

Informationsabend am 17. Juni 2020

Am 17. Juni wird der nächste Informationsabend zum Thema "Börseninvestmens problemlos meistern" stattfinden. Wir haben für diesen Abend Mario Lüddemann als Referenten gewinnen können.

von Anne Hennig

Quartalswissen - Informationsabend zum Thema "Börseninvestments problemlos meistern"

Am 17. Juni wird der nächste Informationsabend zum Thema "Börseninvestmens problemlos meistern" stattfinden. Wir haben für diesen Abend Mario Lüddemann als Referenten gewinnen können.

Unser Kopf führt uns bei Anlageentscheidung häufig Irre und kann manchmal ein schlechter Berater sein. Viele Anleger tun sich extrem schwer damit an der Börse dauerhaften Erfolg in Form von guten Renditen zu erlangen. Warum das so ist und wie Sie dieses Problem gelöst bekommen können, darum geht es an diesem Themenabend.